KI-Schulung für Arztpraxen
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Eine praxisnahe Schulung die Ihrem Team den sicheren Umgang mit KI-Systemen vermittelt — kompakt, verständlich und compliance-orientiert.
Lernziel: Grundverständnis was KI ist, wie sie funktioniert und welche konkreten Anwendungen im Praxisalltag eine Rolle spielen.
Die KBV empfiehlt ausdrücklich, dass alle Praxismitarbeitenden die mit KI-Systemen arbeiten eine entsprechende Kompetenzschulung absolvieren — im Einklang mit den Anforderungen aus Art. 4 EU AI Act (KI-Kompetenz / AI Literacy). Zusätzlich verpflichtet die KBV IT-Sicherheitsrichtlinie Praxen seit Oktober 2025 zur regelmäßigen Schulung des Personals im sicheren Umgang mit IT und KI.
Diese Schulung ist darauf ausgerichtet, beide Anforderungen zu erfüllen. Idana unterstützt Sie dabei als Partner — mit rechtssicheren digitalen Formularen, KI-gestützter Dokumentation und dieser kostenlosen Schulung.
Künstliche Intelligenz ist Software, die aus großen Mengen an Daten lernt und daraus Muster ableitet. Sie erkennt Texte, Sprache oder Bilder — und gibt darauf basierend Antworten oder Vorschläge.
Anders als herkömmliche Software, die nach festen Regeln arbeitet, verbessert sich KI durch Training an Beispieldaten. Ein KI-System das Arztbriefe zusammenfasst, hat hunderttausende Arztbriefe “gelesen” und daraus gelernt, was wichtig ist — es folgt keinem Regelwerk.
Stellen Sie sich einen Praktikanten vor, der in seiner ersten Woche schweigend 50.000 Patientenakten gelesen hat — Arztbriefe, Diagnosen, Therapiepläne. Er hat dabei nie nachgefragt, nie erklärt bekommen was richtig oder falsch ist. Jetzt antwortet er auf jede Frage — immer flüssig, immer selbstsicher, immer in perfektem Medizinerdeutsch.
Genau so funktioniert KI. Sie hat riesige Mengen an Text verarbeitet und gelernt: auf diese Eingabe folgt typischerweise diese Ausgabe. Was sie dabei nicht gelernt hat: ob das inhaltlich stimmt. Sie weiß nicht, was sie nicht weiß — und wird trotzdem immer eine Antwort liefern.
KI-Systeme wie Spracherkennung, Scribe-Tools oder Chatbots basieren auf sogenannten Sprachmodellen (englisch: Large Language Models, kurz LLMs). Diese Modelle wurden darauf trainiert, immer den wahrscheinlichsten nächsten Satz zu generieren — nicht den richtigen, sondern den, der am häufigsten in ähnlichen Texten vorkam.
Das Ergebnis: KI klingt professionell, strukturiert und sicher. Sie zögert nicht, formuliert keine Unsicherheit aus und drückt sich nicht unklar aus. Das ist kein Zeichen von Kompetenz — es ist das Ergebnis des Trainings.
KI-Telefonassistenten sind heute in vielen Praxen im Einsatz. Sie nehmen Anrufe entgegen, führen natürlichsprachige Gespräche und können Termine buchen — rund um die Uhr, ohne Personaleinsatz.
Spracherkennung + Sprachverständnis + Antwortgenerierung
Das System transkribiert das Gesprochene in Echtzeit (Speech-to-Text), versteht die Absicht des Anrufers (Natural Language Understanding) und generiert eine passende Antwort, die dann vorgelesen wird. Moderne Systeme klingen dabei täuschend ähnlich wie ein Mensch.
KI-Dokumentationssysteme gehören zu den wirkungsvollsten Anwendungen im ärztlichen Alltag. Sie hören dem Arzt-Patienten-Gespräch zu und erstellen automatisch eine strukturierte Dokumentation — von der Anamnese bis zum Therapieplan.
Ambient Listening → Transkription → Strukturierung → Dokumententwurf
Das System hört kontinuierlich mit (Ambient Listening), transkribiert das Gespräch, erkennt medizinisch relevante Informationen und ordnet sie automatisch in die richtige Dokumentstruktur ein. Der Arzt erhält einen Entwurf, den er prüft, korrigiert und freigibt.
KI-Systeme analysieren zunehmend Patientendaten, Laborwerte, Bildgebung und Symptombeschreibungen um dem Arzt Hinweise zu liefern. Das Spektrum reicht von einfachen Warnungen bis zu komplexen Diagnoseunterstützungen.
Von Bildanalyse bis klinischer Entscheidungsunterstützung
| Anwendung | Was die KI tut | Was der Arzt prüft |
|---|---|---|
| Hautbild-Analyse | Klassifiziert Läsionen nach Risiko | Klinischen Befund, Patientenanamnese |
| EKG-Auswertung | Erkennt Rhythmusstörungen, Infarktmuster | Klinisches Bild, Symptome, Verlauf |
| Radiologie | Markiert auffällige Befunde im Bild | Gesamtbefund, Klinik, Voraufnahmen |
| Labor-Flags | Kombiniert Werte zu Risikohinweisen | Medikamente, Vorerkrankungen, Kontext |
| Symptom-Triage | Priorisiert nach Dringlichkeit | Klinischer Eindruck, nicht verbale Zeichen |
| Anwendung | Beispiel aus dem Praxisalltag |
|---|---|
| Digitale Anamnese | KI-gestützte Fragebögen passen sich dynamisch an Symptome an |
| Aufklärungsbögen | Automatische Auswahl passender Formulare nach Behandlung |
| Rezeptmanagement | KI erkennt Folgeverordnungen und bereitet Rezepte vor |
| Patientenerinnerungen | Automatische Terminbestätigung und Vorsorge-Hinweise |
| Codierung & Abrechnung | KI schlägt ICD- und EBM-Codes aus der Dokumentation vor |
| Chatbots auf der Website | Beantwortet häufige Fragen, leitet zu Terminen weiter |
Lernziel: Typische Fehlerquellen und Risiken beim KI-Einsatz im Praxisalltag erkennen, einordnen und richtig handeln.
KI-Fehler sind anders als menschliche Fehler: Sie passieren oft unbemerkt, klingen plausibel und wiederholen sich systematisch. Ein Arzt der müde ist, macht gelegentlich Fehler — aber er erfindet keine Dosierungen. Eine KI kann das.
KI erfindet Inhalte die plausibel klingen aber falsch sind. Ein Transkript kann Medikamente, Dosierungen oder Diagnosen ergänzen, die nie erwähnt wurden.
Dialekte, Fachbegriffe, Hintergrundgeräusche oder undeutliche Aussprache führen zu Fehlern — besonders bei Zahlen und Medikamentennamen.
KI kennt den klinischen Kontext nicht. Sie weiß nicht ob eine Aussage ironisch gemeint war, ob der Patient verständnislos nickte oder ob etwas besonders relevant ist. Darüber hinaus fehlt der KI in der Regel der medizinische Kontext zum Patienten — Vorerkrankungen, aktuelle Medikation, Laborwerte. Das kann Therapieempfehlungen qualitativ verschlechtern. Idana Flow Pro ist die erste Transkriptionslösung, die auch medizinische Patientendaten berücksichtigt.
KI-Modelle können bei bestimmten Patientengruppen (Alter, Herkunft, seltene Erkrankungen) schlechtere Ergebnisse liefern als bei der Trainingsgruppe.
„Keine Allergien bekannt“ kann zu „Allergien bekannt“ werden. KI-Systeme haben nachweislich Probleme mit Verneinungen in medizinischen Texten.
Menschen neigen dazu, KI-Vorschlägen zu vertrauen ohne kritisch zu prüfen. Je öfter die KI richtig liegt, desto gefährlicher wird dieser Effekt bei Ausnahmen.
KI-generierte Inhalte sind immer Vorschläge, keine Fakten — egal wie überzeugend sie wirken.
Die KBV stellt klar: Wenn eine Praxis KI-Systeme im Rahmen der Behandlung einsetzt, müssen Patientinnen und Patienten darüber informiert werden. Das ist keine Empfehlung — es ist eine rechtliche Pflicht. Idana unterstützt Sie dabei mit fertigen, rechtssicheren digitalen Check-In-Formularen, die Patienten bereits vor dem ersten Termin über den KI-Einsatz informieren.
Die ärztliche Schweigepflicht ist nicht nur Datenschutzrecht — sie ist Strafrecht. § 203 StGB stellt die unbefugte Offenbarung von Patientengeheimnissen unter Strafe und gilt uneingeschränkt auch beim Einsatz von KI-Systemen.
Patientendaten gehören zu den sensibelsten Daten überhaupt (Art. 9 DSGVO — besondere Kategorien). Für KI-Systeme gelten deshalb strenge Regeln:
Lernziel: Verstehen wer für was haftet — und was der EU AI Act konkret für den ärztlichen Alltag bedeutet.
Der Einsatz von KI entbindet nicht von der ärztlichen Sorgfaltspflicht. Wer ein KI-generiertes Dokument ungeprüft in die Patientenakte übernimmt, hat diese Sorgfaltspflicht verletzt — unabhängig davon was das KI-System falsch gemacht hat.
Der EU AI Act ist die erste umfassende KI-Regulierung weltweit, in Kraft seit August 2024. Er klassifiziert KI-Systeme nach Risikostufen und definiert Pflichten abhängig davon, wie groß das Schadenspotenzial ist.
| Risikostufe | Beispiele im Praxiskontext | Konsequenz |
|---|---|---|
| Unzulässig | Emotionale Manipulation von Patienten | Verboten |
| Hochriskant | KI-Diagnoseunterstützung, medizinische Bildanalyse | Strenge Auflagen, Dokumentationspflicht |
| Begrenztes Risiko | KI-Chatbots, Telefonassistenten | Transparenzpflichten |
| Minimales Risiko | KI-Terminbuchung, Spam-Filter | Keine spezifischen Pflichten |
Nicht jedes KI-System braucht dieselben Nachweise. Was ein Anbieter vorweisen muss, hängt davon ab, was das System tut. Als Praxis sind Sie Betreiber — und damit mitverantwortlich dafür, dass Sie nur geprüfte Systeme einsetzen.
| Nachweis | Wofür | Wer braucht es |
|---|---|---|
| BSI C5-Testat | Sicherheit des Cloud-Dienstes | Alle Cloud-Anbieter die Patientendaten verarbeiten — seit Juli 2025 Pflicht (§ 393 SGB V) |
| DSGVO + AVV | Rechtliche Grundlage für Datenweitergabe | Alle KI-Systeme die Patientendaten verarbeiten |
| KBV IT-Sicherheitsrichtlinie | IT-Sicherheit in der Praxis | Alle IT-Systeme im Praxiskontext — seit Oktober 2025 Pflicht |
| 1 | Prüfen statt vertrauen | Jedes KI-generierte Dokument vor der Speicherung gegenlesen. Besonders Zahlen, Dosierungen und Medikamentennamen. |
| 2 | Einwilligungen einholen | Bei Gesprächsaufzeichnungen die informierte Zustimmung des Patienten vorab einholen und dokumentieren. |
| 3 | Datenschutz einhalten | Keine Patientendaten in nicht freigegebene Tools, auch nicht „nur kurz mal eben“. |
| 4 | Übergabe-Prozesse kennen | Wissen wie man beim KI-Telefonassistenten und anderen Systemen an menschliches Personal übergeben kann wenn etwas schief geht — und diesen Prozess aktiv testen. |
| 5 | Fehler melden | Wenn ein KI-System fehlerhaft reagiert, sofort an die Praxisleitung. Nur so können Systeme verbessert werden. |
| 6 | Verantwortung übernehmen | KI ist Entscheidungsgrundlage, keine Entscheidung. Die ärztliche und fachliche Verantwortung bleibt beim Menschen. |
| 7 | Rechtssichere Anbieter wählen | Nur KI-Anbieter nutzen die DSGVO-konform, mit AVV und BSI C5-Testat aufgestellt sind. Das schützt die Praxis rechtlich und die Patienten datenschutzrechtlich. |
Wenn Anamnese, Dokumentation und Telefonmanagement automatisiert ablaufen, gewinnen Ärztinnen, Ärzte und MFAs wertvolle Zeit — für bessere Gespräche, weniger Stress und mehr Fokus auf die Behandlung.
Beantworten Sie alle 6 Fragen. Zum Bestehen sind mindestens 5 richtige Antworten erforderlich.
Geben Sie Ihre Daten ein — sie erscheinen auf dem Zertifikat.
hat die KI-Kompetenzschulung für Arztpraxen erfolgreich abgeschlossen. Die Schulung umfasst die Module KI-Grundlagen & Praxisanwendungen, Risiken & Datenschutz sowie Verantwortung & EU AI Act und wurde konzipiert zur Unterstützung der Anforderungen aus Art. 4 EU AI Act (KI-Kompetenz / AI Literacy).
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